Bereits um 1660 wird von einem Kreuz in Gschnaidt berichtet; wahrscheinlich war es ein Gedenkkreuz für die zahlreichen Opfer der Pest. Es entsteht die Wallfahrt “Hl. Kreuz” und im Laufe der Jahre wird die große Kapelle “Hl. Kreuz” errichtet. Im Laufe der Zeit bringen immer zahlreicher werdende BeterInnen “Wallfahrtskreuze” mit, die sie rings um die Kapelle aufstellen; sie sind Zeichen ihrer Anliegen und Sorgen, die sie in vertrauensvoller Hoffnung um Hilfe zu Gott tragen. Im 20. Jahrhundert endet dieser Brauch.
Seit 1985 bringen immer mehr Menschen Grabkreuze ihrer Angehörigen an diesen Wallfahrtsort. Im Zuge der Restaurierung und Erneuerung der kleinen Kapelle soll diese nun vornehmlich Raum für die trauernde und suchende Menschen sein. Gegenüber dieser Kapelle - auf der ausgewiesenen Fläche - kann nun geordnet das Abstellen der Sterbekreuze erfolgen. Die Verweilzeit der Grabkreuze wurde auf drei Jahre erweitert. Ebenso werden die Abstell-Flächen derzeit noch vergrößert, um den offensichtlich erweiterten Bedarf anzupassen.
Das Grabkreuz eines Verwandten oder Freundes kann also im aktuellen Jahr abgestellt werden. So verbindet sich tröstlich die eigene Trauer mit der Trauer vieler anderer Menschen. Sie sind eingeladen in der kleinen Kapelle Ihrer Trauer nachzuspüren und sie in die gütige Hand Gottes zu legen. (Siehe auch: Trauerort - kleine Kapelle).
Gerne besuchen Sie von Zeit zu Zeit diesen Wallfahrtsort, prüfen hier Ihre persönliche Trauer, schauen nach dem Kreuz oder finden Trost, einen schönen Gebetsort, hilfreiche Impulse und neue Kraft. Nach zwei Jahren nehmen Sie bitte das Kreuz wieder an sich; oder Sie setzen es in ein aktuelles Jahr, wenn weitere Trauerzeit gewonnen werden soll.
Jedes Jahr am frühen Freitagabend vor dem Pfingstfest feiern wir einen Gedenk-Gottesdienst für alle Verstorbenen, für die an diesem Ort getrauert wird oder wurde. Herzliche Einladung dazu!
Grabkreuze, die letztlich nach drei Jahren Standzeit noch im betreffenden Feld verblieben sind, werden von uns dann weggebracht.



